Verschuldungsgrad

Der vielleicht wichtigste Grund, warum eine Aktie stark fällt bzw. ein Unternehmen Insolvenz melden muss, ist ein zu hoher Verschuldungsgrad. Der Verschuldungsgrad drückt dabei aus, wie viel Fremdkapital ein Unternehmen im Verhältnis zum Eigenkapital hat.

 

Die Verschuldungsgrad Formel hat folgende Gestalt:

Verschuldungsgrad= (Fremdkapital/Eigenkapital)*100

 

Als Ergebnis bekommen Sie einen prozentualen Wert angezeigt, der ausdrückt, wie viel Fremdkapital eine Firma in Bezug auf das vorhandene Eigenkapital besitzt.

 

Wenn ein Wert von angenommen 200% berechnet wird, würde dies bedeuten, dass doppelt so viel Fremdkapital wie Eigenkapital eingesetzt ist.

 

Man muss jedoch einmal zwischen dem kurzfristigen und dem langfristigen Verschuldungsgrad unterscheiden. Beim langfristigen Verschuldungsgrad wird nur langfristiges Fremdkapital in die Kalkulation herangezogen. Langfristiges Fremdkapital sind z.B. Kredite oder Darlehen, welche erst in ungefähr 1-3 Jahren zurückgezahlt werden müssen. Hat ein Unternehmen anteilsmäßig mehr langfristiges als kurzfristiges Fremdkapital, so ist dies positiv zu bewerten, da in nächster Zeit kein Geld zurückgezahlt werden muss und somit dieses Geld für die Geschäftstätigkeit genutzt werden kann.

 

Beim kurzfristigen Verschuldungsgrad wird nur kurzfristiges Fremdkapital betrachtet. Alle Schulden und Kredite, welche eine Tilgungszeit von einem Jahr oder weniger aufweisen, sind kurzfristiges Fremdkapital.

 

Wenn nun der kurzfristige Verschuldungsgrad höher ist als der Langfristige, ist dies sicherlich ein Risikofaktor für das Unternehmen und somit auch für dessen Aktie.

 

Sicherlich ist es jedoch wichtig zu wissen, ab wann man von einem hohen Verschuldungsgrad spricht. Grundsätzlich ist jede Aktie bzw. Firma dann als riskant einzustufen, wenn der Verschuldungsgrad 200% beträgt. Alles, was unter 100% liegt, kann als risikoärmer bezeichnet werden.

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