Kurs Gewinn Verhältnis

Was Bringt Die KGV-Kennzahl?

 

Eines der beliebtesten Kennzahlen der fundamentalen Aktienanalyse ist das Kurs Gewinn Verhältnis (KGV). Sobald das KGV einer Aktie angegeben ist, wissen Sie automatisch auch eines: Dass das Unternehmen dieser Aktie auch schon Gewinne erwirtschaftet, denn andernfalls könnte man das Kurs Gewinn Verhältnis gar nicht berechnen.
Die Berechnung der KGV Kennzahl ist so einfach wie beim Kurs Umsatz Verhältnis, mit dem Unterschied, dass hier nicht der Umsatz pro Aktie, sondern der Gewinn pro Aktie in die Kalkulation einfließt.

Die KGV Formel lautet:

 

KGV = Aktienkurs/Gewinn pro Aktie
Ein kleines Beispiel für das KGV ist wieder sehr hilfreich:

Unternehmen A erzielt einen Gewinn pro Jahr von 50 Mio. € bei einem Aktienkurs von 10€. Insgesamt hat die Firma 100 Mio. Aktien im Umlauf, so dass sich für den Gewinn pro Aktie 0,5€ ergibt (50/100). Das KGV würde demzufolge (10/0,5) = 20 betragen.

Auch beim Kurs Gewinn Verhältnis gilt wie beim KUV auf Aktien Ausschau zu halten, die ein geringes KGV haben. Aber wann ist das KGV gering?
Die KGV Kennzahl können Sie allein genommen nicht verwenden. Sie müssen weitere (auch internationale) Aktien aus derselben Branche heranziehen und ein KGV Vergleich durchführen.

Dabei würden Sie die Aktie favorisieren (wenn Sie nur das KGV als Beurteilungsmaßstab nehmen würden), die das geringste Kurs Gewinn Verhältnis besitzt.

Die berechneten 20 bedeuten, dass 20 Jahre nötig wären, damit das Unternehmen, bei annahmegemäß gleichem Aktienkurs und Gewinn pro Aktie, beim Gewinn pro Aktie genau dasselbe Niveau erreicht wie der Aktienkurs, nämlich 10€ pro Aktie. Wenn also das Unternehmen immer 0,5€ pro Aktie an Gewinn erzielt, dann hat es nach 20 Jahren insgesamt 10€ pro Aktie angehäuft.
Hier sieht man sicherlich auch den limitierenden Faktor des KGVs. Diese Kennzahl geht von statischen Annahmen aus, weshalb man aufgrund dessen nicht nur diese Kennzahl als Beurteilungsmaßstab für den Aktienkauf heranziehen sollte.

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