Stop Loss Strategie

Das Stop Loss Limit Richtig Setzen

 

Mit der Stop-Loss-Strategie versuchen Aktienanleger und Trader sich vor unerwarteten und ungeplanten Aktienkursrückschlägen zu schützen. Im Prinzip ist die Stop-Loss-Strategie nichts anderes als eine automatische Verkaufsausführung, die dann zum Tragen kommt, wenn ein bestimmtes vom Aktienanleger vorher eingegebenes Kursniveau erreicht wird.

Sicherlich kann man diese Verkaufsorder auch ohne die Eingabe eines Stoppkurses durchgeben. Man verkauft dann die Aktie einfach, wenn das entsprechende Kursniveau erreicht wurde. Da man dieses Kursniveau nicht in das System eingibt, sondern „im Kopf“ behält, spricht man auch von einem mentalen Stoppkurs.

 

Jedoch hat diese Vorgehensweise einen entscheidenden Nachteil. Wer schon mal mit Aktien gehandelt hat, weiß wie es ist, wenn die einmal gekaufte Aktie nicht steigt, sondern sinkt. Der Aktienanleger hat die Aktie gekauft mit der Erwartung, dass sie steigen wird. Wenn dann das Gegenläufige geschieht, ist der Aktienanleger manchmal paralysiert, so dass er nicht verkaufen kann oder will. Er sagt sich, dass die Aktie nun nach diesem Kursrückgang auf jeden Fall nur noch steigen kann. Dies ist eben die Gefahr, was sehr häufig geschieht.

Wenn der mentale Stoppkurs erreicht ist, tut sich der Aktienanleger sehr schwer sich von seiner „tollen“ Aktie zu trennen.

Daher sollten Sie immer sofort nach dem Aktienkauf ein Stopp-Loss-Limit setzen.

 

Wie tief bzw. hoch der Stoppkurs sein soll, entscheiden Sie selbst. Je nach dem, ob Sie eher der risikoscheue oder risikofreudige Anleger sind, kann die Stoppkurs-Marke zwischen 5% und 20% variieren.

Wenn Sie eine Aktie zu einem Kurs von 10€ erworben haben, dann würden Sie bei einer 5% Verlustabsicherung das Stopp-Loss-Limit bei 9,5€ setzen. Sobald der Aktienkurs dieses Niveau erreicht, wird die Aktie vom Handelssystem automatisch verkauft.

 

Bitte beachten Sie auch, dass die Aktie meistens nicht zu genau diesem Kursniveau verkauft wird, sondern etwas darunter, in diesem Falle z.B. bei 9,4€. Je liquider die Aktie, also je mehr sie gehandelt wird, desto näher am Stoppkurs kann die Aktie verkauft werden. Dies ist insbesondere bei DAX-Aktien der Fall.

 

Ein weiterer Nachteil der Stop-Loss-Strategie ist die Tatsache, dass nach dem Erreichen des Kursniveaus die Aktie verkauft ist und an einer eventuell sofortigen Erholung der Aktie nicht mehr partizipiert werden kann.

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