Volumenausbruch und Volatilitätsausbruch

Was Sagt Ein Volumenausbruch und Volatilitätsausbruch Bei Aktien Aus?

 

Die Volatilität einer Aktie gibt Auskunft darüber wie schwankungsfreudig deren Kurs ist. Diese Schwankung pro Tag kann einfach gemessen werden, indem man den Tagestiefstkurs vom Höchstkurs des Tages abzieht. Ein Volatilitätsausbruch kann z.B. dann entstehen, wenn der Aktienkurs das 3-fache der Durchschnittsvolatilität überschritten hat.

 

Als Durchschnitt kann man z.B. die letzten 10, 30 oder 60 Tage nehmen. Diesbezüglich gibt es jedoch keine Richtlinien oder Regeln. Entscheidend ist nur, dass je kurzfristiger man agiert, desto kürzer muss auch der Zeitraum für Durchschnittsvolatilitätsberechnung sein.

 

Entsteht nun ein Volatilitätsausbruch bei steigenden Kursen, so ergibt sich daraus ein Kaufsignal. Ist jedoch der Volatilitätsausbruch mit sinkenden Kursen begleitet, so müssten die Aktien verkauft werden.

 

Meistens wird jedoch diese Handlungsempfehlung nur dann umgesetzt, wenn der Volatilitätsausbruch in Zusammenhang mit einem Volumenausbruch bzw. Volumenanstieg erscheint.

 

Ein Volumenausbruch liegt dann vor, wenn wieder das Durchschnittsvolumen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes um das ca. 1,5-fache überschritten wird. Liegt z.B. das Durchschnittsvolumen einer Aktie für die letzten 10 Tage bei 100.000 gehandelten Aktien, dann spricht man von einem Volumenausbruch, wenn für einen Tag das Handelsvolumen der Aktie bei 150.000 Stücke oder mehr liegt. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Folgetage nicht ein sofortiges Sinken des Volumens aufweisen.

 

Der Hintergrund für diese Handlungsempfehlung ist, dass entscheidende Nachrichten, Fakten oder Stimmungen vorliegen müssten, damit ein derartig hohes Handelsvolumen zu rechtfertigen ist. Viele Marktteilnehmer sind dann bereit viel von einer Aktie zu kaufen oder zu verkaufen, weshalb dann auch ein Volatilitätsausbruch entstehen kann.

 

Daher ist diese Handlungsregel des Volatilitätsausbruches zusammen mit einem Volumenausbruch auch fundamental nachvollziehbar.

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